—-> Die Praxis ist vom 30.03.-10.04.26 geschlossen <—–
Psychiatrische Notfälle: Grünes Haus in Groß-Umstadt 06078 792920
Auf dieser ersten Seite erhalten sie zahlreiche ausführliche Informationen.
> Neupatienten: ich habe eine rein psychotherapeutische Praxis und es sind nur beratende / diagnostische Erstgespräche mgl., es gibt leider in absehbarer Zeit noch keine freien Therapieplätze, auch die Warteliste ist voll belegt. Lange Wartezeiten auf Psychotherapie sind durch ein Missverhältnis zwischen Bedarf und Kapazität bedingt und leider nicht zu ändern. Rufen Sie am besten möglichst viele Therapeuten an und prüfen Sie auch andere therapeutische Möglichkeiten wie Arztgespräche, Beratungsstellen, stationäre oder teilstationäre Angebote.
Zeitlich begrenzte Akutbehandlungen sind in Einzelfällen hier theoretisch auch möglich, falls ich dafür vorübergehende Kapazitäten haben sollte: dies kann zum Beispiel während der sommerlichen Urlaubszeiten einfacher sein. Voraussetzung dafür wäre auch ein Erstgespräch bei mir, meine Kapazität und Einschätzung.
Ich kann nur Erwachsene behandeln, im Einzelgespräch, welches i.d.R. einmal wöchentlich terminiert wird. Die Therapien dauern häufig zwischen 1-3 Jahren, in Einzelfällen z.B. durch Unterbrechungen auch länger. Die gesetzlichen Kassen übernehmen in aller Regel die Therapie bei entsprechender Indikation vollständig. Nach früheren Therapien entsteht idR eine Wartezeit von mindestens 2 Jahren, in denen die Krankenkasse keine Therapie finanziert (außer im Krisenfall). Wechsel sind in Einzelfällen aber auch möglich. Für Ihren Arbeitgeber erhalten Sie bei Bedarf eine Bescheinigung über einen regelmäßigen Termin (das ist keine AU).
Telefonische Erreichbarkeitszeiten für Terminvereinbarungen immer montags 13.20-14.15 Uhr sowie mittwochs 8.15-9 Uhr (sollte die Mailbox an sein, bin ich noch im Gespräch und rufe Sie bald zurück). Rufen Sie am besten selbst an und nicht für Ihre Angehörigen: nur so kann ich am Telefon einschätzen, ob eine Erstgespräch oder Therapie überhaupt sinnvoll und geeignet wäre.
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„Deine Wahrnehmung wird nur dann klar, wenn Du den Mut hast, in Deine Seele zu schauen.“ C.G. Jung
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Die Tiefenpsychologische Psychotherapie:
…ist ein „einsichtsorientiertes“ Verfahren, mit dem v.a. neurotische Störungen behandelt werden: das sind psychische Leiden und innere Belastungen, die zum Beispiel zu Depressionen und Ängsten geführt haben und vor allem mit inneren Konflikten zu tun haben: d.h. zB. widersprüchliche Gedanken und Gefühle über sich selbst oder auch wiederholte Belastungen in Beziehungen, deren mögliche Ursachen Betroffene bei sich selbst und ihren Lebenserfahrungen suchen, um erster Linie sich selbst zu verstehen und mithilfe der Therapie unterstützt und begleitet oder bestenfalls erst befähigt zu werden, die Belastungen selbst (mit Ihren individuellen Möglichkeiten, die Sie mit meiner Hilfe wiederentdeckt oder neu hinzugewonnen haben), zukünftig wieder besser zu bewältigen: das kann für Ihr Leben sowohl Veränderung als auch Akzeptanz bedeuten.
Motivation, Offenheit, eine entsprechende Symptomatik, eine sprachlich und inhaltlich ausreichend gute Verständigung im Kontakt zwischen Patient/in und Therapeutin ist eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg einer Therapie. Man nennt dies auch die therapeutische Passung, das geht über die reine Sympathie als minimale Voraussetzung noch hinaus. Manchmal lässt sich dies noch nicht im ersten Gespräch, sondern in den ersten probatorischen Sitzungen oder auch erst im Verlauf feststellen und einschätzen. Dies ist natürlich meine Aufgabe und Entscheidung, aber ich berücksichtige gerne Ihre Wahrnehmung und Einschätzung und höre Ihr Feedback, um die Therapie zu verbessern oder zu beenden: auch in diesem Fall lohnt sich immer ein resümierendes Gespräch, damit es gut weitergehen kann. Manche Menschen brauchen mehr als eine Therapie.
Manchmal können durch die therapeutische Anamnese verdrängte Traumata erst aufgedeckt und dadurch eine Symptomatik sogar vorübergehend verschlechtert werden: Daher sollte auch ausreichend Stabilität für eine ambulante Therapie vorhanden sein und am besten auch ein haltgebendes soziales Umfeld.
Organisch bedingte kognitive (wie z.B. Demenz) und sehr schwere psychiatrische Krankheiten wie Psychosen, Borderline, Suchterkrankungen, sehr schwere akute traumatische Erkrankungen können NICHT von mir behandelt werden (nur in Einzelfällen bei parallel laufender fachärztlich-psychiatrischer Behandlung).
Die wohnortnahen Kliniken für Psychiatrie stehen rund um die Uhr für Notfälle und per regulärer Einweisung – für akutere oder schwerere Fälle zur Verfügung. Sollten Sie ernsthafte Suizidgedanken oder -Absichten haben, begeben Sie sich am besten so schnell wie möglich in klinische Behandlung, informieren Sie bitte auch ihr Umfeld darüber, damit Ihnen im Zweifel schnell geholfen wird, wenn Sie selbst das vielleicht gerade nicht richtig einschätzen können. Psychische Notfälle sind genauso Notfälle und dürfen unter 112 gemeldet werden!
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Wann ist eine Tiefenpsychologische Therapie sinnvoll?
Es geht um einen inneren Konflikt, um das gedankliche und auch emotionale, „ganzheitliche“ Verstehen, Selbsterkenntnis, um Ihre Gedanken und Gefühle, um Ihren Anteil an Konflikten in Ihrem Leben, also mehr um das Denken, weniger um das Tun im „Außen“. Ihre Vergangenheit wird hier insbesondere durch Biographiearbeit und einen Versuch der Beschäftigung mit Ihrem Unbewussten (als bedeutender Teil unseres Selbst) mit einbezogen und in Bezug zu Ihrem Erleben in der Gegenwart gebracht. Ich kann Ihnen als ein „Spiegel“ und Gegenüber Ihre Themen aufzeigen und Sie so auf Ihrem Weg begleiten und unterstützen. Ihre eigentliche Veränderung ist oft erst im zweiten Schritt möglich, wenn Sie in der Therapie Erkenntnisse gewonnen haben und selbst in Ihrem Leben aktiv dazu beitragen können. Ich kann Ihnen nicht sagen, was Sie TUN sollen, sondern mit Ihnen gemeinsam versuchen zu ergründen, was in Ihnen vorgeht. Tiefenpsychologische Arbeit ist also eher dazu geeignet, tiefgehender „aufzuarbeiten“, rückblickend zu verstehen und weniger gut geeignet, um rasche Änderungen herbeizuführen und daher auch eher etwas weniger gut als Akuthilfe (als z.B. die kognitive Verhaltenstherapie). Aufgrund meiner Arbeitsweise und der hohen Bedeutung der therapeutischen Beziehung für die Wirkung ist es tatsächlich so, dass ich überwiegend in regelmäßigen Langzeittherapien arbeite, das sind dann z.B. 60 Sitzungen. Es ist möglich, eine Therapie zu unterbrechen, zu verlängern, oder auch zu einem späteren Zeitpunkt wieder neu aufzunehmen, aber es ist in der ambulanten Therapie nicht möglich, eine lebenslange Begleitung wie hausärztliche „Betreuung“ dauerhaft zu bieten, Therapie ist vielmehr so gedacht, dass ein konkretes Thema oder Problem in der Zeit gemeinsam bearbeitet wird und Betroffene danach bestenfalls gesünder und um Erkenntnisse bereichert, aber auch eher zur Selbsthilfe befähigt werden. Nachwirkungen des Prozesses sind häufig.
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Andere Behandlungsmöglichkeiten, aber nicht in meiner Praxis:
Im Gegensatz dazu geht es in der kognitiven Verhaltenstherapie die von den meisten Psychologen angeboten wird, eher um das Tun (Verhaltensebene), um das Lernen neuer Muster und z.B. das Überschreiben alter Muster der Gedanken oder des Verhaltens, um den ganz konkreten Umgang mit Gefühlen wie z.B. Ängsten, Phobien, die Veränderung von Zwängen usw. Sie werden dort eher viel praktischer angeleitet und erhalten z.B. Übungsaufgaben. Kognitive Verhaltenstherapie ist für viele Störungen sehr gut wirksam und optimal geeignet! Vieles lässt sich hier auch in Kurzzeittherapien wirksam und effektiv behandeln. Verhaltenstherapeuten finden Sie auf www.arztsuchehessen.de unter Psychotherapeut suchen/Umkreissuche/Ausklappmenü/ links unten „weitere Suchkriterien“/Genehmigungen/Verhaltenstherapie für Erwachsene. Bei Klick auf die Namen erhalten Sie je eine Übersicht mit den telefonischen Sprechzeiten.
Die klassische Psychoanalyse ist bei einigen Fällen – Persönlichkeitsstörungen oder schwereren Fällen indiziert, wird aber nur noch selten durchgeführt, da sie sehr zeitaufwendig ist (mehrere Termine pro Woche). Einige Kollegen finden Sie z.B. in Darmstadt, ebenfalls über die Arztsuche Hessen.
Die relativ neu anerkannte Systemische Therapie betrachtet den Menschen in seinem Umfeld und ist hervorragend geeignet, wenn Sie zum Beispiel in Ihrem Umfeld (Familie, Arbeit) immer wieder in ähnliche äußere oder innere Konflikte geraten, die vor allem im Zusammenspiel der Beteiligten in Erscheinung treten.
Außerhalb der gesetzlichen Krankenkassen gibt es noch viele weitere andere oder alternative therapeutische Verfahren, die in ihrer Wirksamkeit noch nicht ausreichend belegt sind, aber durchaus im Einzelfall sehr gut helfen können.
Wenn Sie auch nach langer Suche keinen Therapeuten finden, können Sie evtl. mit Ihrer Kasse über ein Kostenerstattungsverfahren verhandeln, so dass Sie eine Privatpraxis aufsuchen können und die Kosten von der gesetzlichen Kasse rückwirkend erstattet werden. Auch die ausbildenden Institutsambulanzen der Kliniken oder Universitäten können gute ambulante Behandler anbieten, die noch in Ausbildung sind und regelmäßig supervidiert werden.
Eine Psychiatrische Behandlung findet überwiegend mit Medikamenten statt und ist bei akuten Krisen, schwereren Krankheiten und Stoffwechselstörungen des Gehirns erforderlich. Fachärzte für Psychiatrie finden Sie ebenfalls unter www.arztsuchehessen.de unter Facharzt für Psychiatrie oder Neurologie und Psychiatrie. Einige Medikamente wie zum Beispiel einfache Antidepressiva kann ggf. auch Ihr Hausarzt/Ihre Hausärztin verschreiben bei regelmäßigem Kontakt.
Darüberhinaus gibt es auch Fachärzte für Psychosomatische Medizin (damit ist die enge Verbindung zwischen Körper und Seele gemeint). Dieses weite Feld lässt sich auch sehr gut über eine Rehabilitationsklinik oder in einer Klinik oder auch Tagesklinik für Akutpsychosomatik kompakter bearbeiten.
Eine spezialisierte Traumatherapie kann erforderlich werden, wenn Sie sehr Schlimmes erlebt haben, woran Sie immer wieder erinnert werden und dann in handlungsunfähige oder hilflose Zustände geraten. Spezifisch ausgebildete oder darin weitergebildete Kollegen finden Sie jeweils auf Nachfrage, in den Kliniken oder zum Beispiel auch unter www. DeGPT.de oder www.emdria.de.
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Das Erlernen anerkannter Entspannungsverfahren kann Ihnen auch begleitend unter Umständen schon gut weiterhelfen. Suchen Sie zB. nach einem Kurs in progressiver Muskelentspannung nach Jacobson, MBSR, Yoga oder QiGong, der ggf. auch von den Krankenkassen als Präventionskurs unterstützt wird.
Soziale oder psychosoziale Beratung erhalten Sie auch kurzfristig kostenlos über die Beratungsstellen der Kirchen (z.B. Caritas) und des Landkreises.
Heilpraktiker für Psychotherapie haben eine reduzierte Ausbildung und arbeiten grundsätzlich privat, können aber auch in vielen Fällen gute Therapien machen.
Sogenannte „Coaches“ oder „Berater“ sind nicht umfassend ausgebildet und nicht geprüft, können aber beispielsweise in leichteren (nicht krankheitswertigen) oder umschriebenen Fällen in vielen Lebenslagen auch schon weiterhelfen. Seien Sie aber auf diesem „freien Markt“ bitte eher vorsichtig, und sprechen Sie ggf. mit Ihrem Arzt oder einem Psychologen darüber, was Sie vorhaben.
Der Paritätische Wohlfahrtsverband informiert sie sicher gerne über die vielen guten Selbsthilfegruppen für zahlreiche spezifische psychische Störungen oder auch für mitbetroffene Angehörige. Oft ist es besonders hilfreich, mit anderen Betroffenen zu sprechen, denen es genauso oder ähnlich geht wie Ihnen.
Warum nicht auch einmal die Telefonseelsorge anrufen? 0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222
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Grundregeln: Bitte halten Sie mit mir vereinbarte Termine zuverlässig ein, kommen Sie genau (nicht früher), bringen Sie Ihre Versichertenkarte mit!
Sollten Sie akut erkältet oder in Kontakt mit Infektionskrankheuten sein, bitte ich Sie, eine gut sitzende medizinische Maske oder FFP 2 zu tragen. Eine Toilette steht Ihnen jederzeit auch während der Sitzungen zur Verfügung, insbesondere auch hier sollte man aufgrund begrenzter Lüftungsmöglichkeit im Erkrankungsfall oder auch zu Ihrem Eigenschutz besser eine Maske tragen.
Bitte kommen Sie passend und zu Ihrem vereinbarten Termin, nicht früher, um Überschneidungen und längere Wartezeiten nach Möglichkeit zu vermeiden, da auch für mich Pausen sowie Dokumentationszeiträume erforderlich sind. Ich verfüge nicht über Personal, das die Tür öffnen könnte und muss sonst aus der vorherigen Sitzung gehen. Sollte ich nicht sofort an der Tür sein, gehen Sie bitte nicht sofort wieder weg, sondern warten Sie bitte einen Moment auf mich.
Auch ich bin nur ein Mensch und kann mich verspäten, so dass unerwartet auch Wartezeit anfallen kann. Nach den therapeutischen Sitzungen ist es ratsam, nicht unbedingt sofort zum nächsten Termin zu eilen und sich eher noch etwas Zeit für sich zu nehmen.
Terminabsagen müssen nicht sein und können in psychotherapeutischen Praxen leider nicht gut kompensiert werden. Bei verspäteter Absage kann ein erhebliches Ausfallshonorar fällig werden. Bedenken Sie, dass viele Patienten auf Termine warten und dass Sie einen anderen, kürzeren Arzttermin aufgrund einfacherer Organisation wesentlich leichter verschieben können als wir unseren Termin.
Mir bereits bekannte Patienten können auch sehr kurzfristig Videosprechstunden wahrnehmen, meine Einrichtung dafür wird immer vorgehalten. Sie brauchen hierfür funktionierendes Internet und einen ungestörten Raum. Sollten Sie sich verspäten, melden Sie sich telefonisch, und meistens findet sich eine Lösung.
Elektronische Geräte sollten während der Sitzungen möglichst ausgeschaltet bleiben, um Ablenkungen oder Störungen zu verhindern. Außerdem möchte ich Sie an dieser Stelle ausdrücklich darauf aufmerksam machen, dass ein Abhören, Filmen, Aufzeichnen der therapeutischen Sitzungen nicht zulässig und unter Umständen auch strafbar ist. Die vertrauensvolle Therapiebeziehung darf nicht beeinträchtigt werden und die Sicherheit der ärztlichen Schweigepflicht muss für Sie, für mich und andere gewährleistet sein.
Wir sollten uns nach Möglichkeit nicht aus anderen Zusammenhängen/ Gruppen kennen/begegnen, ich werde Sie nicht körperlich oder medikamentös behandeln und Ihre Freunde und Bekannten können nicht bei mir parallel behandelt werden. Das würde die Therapie belasten und zu unabsehbaren Verstrickungen führen. Interessenkonflikte sollten in beide Richtungen ebenso vermieden werden.
